SCHUTZENGELSONNTAG
Engel – Boten Gottes

Am ersten Sonntag im September feiert man den Schutzengelsonntag. Das Schutzengelfest wird als gebotener Gedenktag liturgisch aber erst am 2. Oktober gefeiert.

"Heute ist Schutzengelsonntag. Wir haben einen großen unsichtbaren Freund, besonders die Kinder. Herr, aus der Bibel wissen wir, dass du uns einen Boten gegeben hast. Stärke unser Vertrauen auf diesen guten, wirklichen Freund", meinte zu Beginn des Gottesdienstes Pfarrer Rudolf Theurl.
Für die musikalische Umrahmung sorgte Klaus Niederstätter auf seiner Gitarre gemeinsam mit Pastoralassistent Mag. Anton Mascher, der auch die Predigt hielt.
Nächste Woche ist Schulbeginn. Während des Gottesdienstes wurde um besonderen Segen für die Schüler, Eltern und Lehrpersonen gebetet.
Am kommenden Sonntag, 11. September 2011, ist auch Kinderkirche. Nach dem Gottesdienst wird vor dem Pfarrzentrum St. Barbara, am Sandspielplatz, ein sogenannter Schattenbaum gepflanzt, der eine direkte Sonnenbestrahlung auf die dort spielenden Kinder verhindern soll.


Geschichte:
Das Fest erinnert an das Wirken der Schutzengel, die die Menschen in ihrem Leben begleiten und vor Schaden bewahren. Die private Verehrung der Schutzengel ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Ab dem 15. Jahrhundert wurde in Verbindung mit dem Fest des hl. Erzengels Michael auch der Schutzengel verehrt. Ein eigenes Schutzengelfest gab es zunächst in Spanien. 1670 hat Papst Klemens X. das Schutzengelfest für die ganze Kirche vorgeschrieben und auf den 2. Oktober festgelegt.
Schutzengel sind Engel, die Gott auserwählt hat, um die Menschen in besonderer Weise zu beschützen. Die Kirchenväter sagen: jede bzw. jeder Getaufte habe seinen Schutzengel.
Nachdem der heilige Thomas von Aquin die Ansichten vieler Kirchenväter (Clemens von Alexandrien, Eclogae propheticae 50; Terulian) untersucht und gegeneinander abgewogen hat, gelangt er in der Summa Theologica 259 zu dem Schluss, dass jeder Mensch bei seiner Geburt einen Schutzengel bekommt, dem sich aber sogleich ein Teufel zugesellt, welcher dem Menschen die Berufung zu jener ewigen Glückseligkeit neidet, die er selbst verloren hat. Nach der Taufe kommt die Kraft Christi auf den Menschen herab. Gewiss, auch nach der Taufe behält jeder seinen Wiedersacher. "Doch ist jetzt durch die Gnade Christi der gute Engel mächtiger und verteidigt den, der ihm durch Christus gleichsam von neuem anvertraut worden ist". (J. Danielou; a.a. O., S. 93.)
Gebet:
Man kann den Schutzengel mittels Gebet anrufen. Eines der bekanntesten Gebete ist Engel Gottes (Angele Dei):
Engel Gottes, mein Beschützer, Gott hat dich gesandt, mich zu begleiten. Erleuchte, beschütze, leite und führe mich. Amen.

OAR Hans Sternad
Chronist von St. Barbara
Schutzengelsonntag, 4. September 2011

B I L D E R