ALLERSEELEN

Zum Gedächtnis an 44 Verstorbene, die seit dem letzten Allerseelentag gestorben und kirchlich verabschiedet wurden, brannten ebenfalls so viele Kerzen vor und am Altartisch.
Die brennenden Kerzen wurden am Schluss der heiligen Messe an die Angehörigen übergeben.

In der Pfarrkirche St. Barbara gedachte man am Mittwoch, 2. November 2011, Allerseelentag, beim Abendgottesdienst um 19:00 Uhr besonders an die Verstorbenen des letzten Jahres.
Pfarrer Rudolf Theurl zelebrierte die heilige Messe, musikalisch umrahmt von Franz Moltrer und Pastoralassistenten Anton Mascher.
„Liebe Pfarrgemeinde!
Einen lieben Menschen zu verlieren, mit dem man Freud und Leid geteilt hat, ist unendlich schwierig“, meinte zu Beginn des Gottesdienstes Pfarrer Theurl und führte weiter aus: „ Vierundvierzig Personen sind seit dem letzten Allerseelentag gestorben und wurden kirchlich verabschiedet. Wir haben die Hoffnung und den Glauben, dass die Verstorbenen es jetzt besser haben und für uns gute Helfer und Fürsprecher bei Gott sind. Jesus sagte, ich bin die Tür; wer durch mich eintritt, wird gerettet werden“.
Am Schluss des Gottesdienstes ist es Pfarrer Theurl immer ein ganz persönliches Anliegen, einen anwesenden Angehörigen, Bekannten oder Freund eine brennende Kerze zur Erinnerung und Gebet an den Verstorbenen zu übergeben.

Geschichtliches:
Dem Allerseelen folgt auf dem Festtag Allerheiligen am 1. November. Wo die Gräbersegnung nicht bereits am Nachmittag des Hochfestes Allerheiligen stattgefunden hat, findet sie an Allerseelen statt, wohin sie eigentlich gehört. Da Allerseelen in der liturgischen Rangordnung den Hochfesten des Herrn gleichgestellt ist, verdrängt der Gedenktag in Jahren, in denen er auf einen Sonntag fällt, den Sonntag im Jahreskreis.
Im Festjahr der römisch-katholischen Kirche ist am 2. November, Allerseelen, ein Gedenktag.
Durch Fürbitten, Gebete und Almosen werden die Leiden der „Armen“ Seelen (der Verstorbenen im Fegefeuer) erleichtert; der Tag dient dem Gedächtnis der Verstorbenen.
Eingeführt wurde das Fest im 10. Jahrhundert vom Abt der Benediktiner in Cluny, ODILO. Das Dekret Odilos vom Jahr 998 ist noch erhalten. Von Cluny aus verbreitete sich der Gedenktag in der ganzen katholischen Kirche. Er steht theologisch in enger Verbindung mit der Lehre vom Fegefeuer (Reinigungsort, Purgatorium) als Ort der Läuterung der Verstorbenen, die Hilfe der von den Lebenden durch Gebet, Fasten und Almosen.
Der Allerseelenablass hat in der katholischen Kirche eine besondere Bedeutung.

OAR Hans Sternad
Chronist von St. Barbara
Mittwoch, Allerseelentag, 2. November 2011

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