ALLERHEILIGEN

Gräbersegnung um 14:00 Uhr am Friedhof St. Martin

Den Festgottesdienst am Dienstag, 01. November 2011 um 9:30 Uhr, Allerheiligen, in der Pfarrkirche St. Barbara, zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl, assistiert von Pastoralassistenten Mag. Anton Mascher und gesanglich sowie musikalisch umrahmt vom Singkreis mit Chorleiterin Silvia Peer.

„Liebe Pfarrgemeinde! Leider geht der heutige Tag hier in der Kirche mit den Besucherzahlen zu Allerheiligen etwas zurück, weil viele bereits auf Friedhofsbesuch unterwegs sind“, meinte zu Beginn der heiligen Messe Pfarrer Theurl und führte weiter aus: „Kennen sie einen Heiligen unter euch oder hier in der Stadt? Ich würde meine Mutter eine Heilige nennen. Sie hatte uns 12 Kinder mit unendlicher Geduld und Liebe großgezogen.

Heilige sind Leute, durch die die Liebe Gottes leuchtet, so wie durch die Glasfenster in Notre Dame. Ich war kürzlich fünf Tage in Paris, habe mehrmals am Tag die Kirche von Notre Dame in Chartres besucht und besonders auch die wunderschönen Glasfenster bewundert, durch welche die Sonne schien. (Die Glasfenster der Kathedrale gehören zu den besten und ältesten erhaltenen überhaupt! Chronicus). Außerdem ist mir die riesige Menge in der Kirche aufgefallen und wie viele sehr innig in ein Gebet versunken waren“.

Am Nachmittag ab 14:00 Uhr war Gräbersegnung am Friedhof St. Martin. Wegen des sonnig warmen Herbstwetters waren unzählige Angehörige zu den prächtig geschmückten Gräbern gepilgert. Pfarrer Rudolf Theurl von St. Barbara mit Pfarrassistenten Mag. Anton Mascher und Pfarrer Mag. Martin Müller von der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt waren zum Gebet und Ansprache am Platz vor der Leichenhalle, gemeinsam mit der Knappenmusik Schwaz versammelt, bevor sich der Zug mit der Geistlichkeit, begleitet von BgM Dr. Hans Lintner und Mitgliedern des Gemeinderates, rund um den Friedhof zur Gräbersegnung in Bewegung setzte. Fahnenabordnungen der Schwazer Traditionsvereine hatten vor dem großen Holzkreuz und der Bronzegedenktafel mit den Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges Aufstellung genommen.

Allerheiligen – geschichtliches:
Am Festum OMNIUM SANCTORUM (lateinisch), ALLERHEILIGEN, ein Fest der Christen, zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden – sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott.
Das Allerheiligenfest wird in der Westkirche am 1. November begangen, in den orthodoxen Kirchen jedoch am ersten Sonntag nach Pfingsten. Allerheiligen ist ein stark österlich geprägtes Hochfest der katholischen Kirche. Die liturgische Farbe ist Weiß.
Wegen der steigenden Zahl von Heiligen, wurde es im Lauf der ersten christlichen Jahrhunderte zunehmen unmöglich, jedes einzelnen Heiligen an einem besonderen Tag zu gedenken. Jährliche Gedenktage gab es bereits im antiken Christentum.
In der westlichen Kirche weihte Papst Bonifatius IV. am 13. Mai 609 oder 610 das heidnische römische Pantheon in Rom – zuvor das Heiligtum der antiken Götterwelt – der >Jungfrau Mari und allen Märtyrern und ordnete eine jährliche Feier an, zunächst am Freitag nach Ostern. Papst Gregor III. legte über hundert Jahre später die Feier auf den 1. November, bis Papst Gregor IV: 835 Allerheiligen für die gesamte Weltkirche auf den 1. November festlegte.
Seit Ende des 10. Jahrhunderts wurde, ausgehend von der Benediktinerabtei in Cluny, am 2. November mit Allerseelen zusätzlich ein Gendenktag aller Verstorbenen gehalten.

OAR Hans Sternad
Chronist von St. Barbara
Dienstag, Allerheiligen, 1.November 2011

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